Mit ‘Gesundheitsreform’ getaggte Artikel

Januar 2011: Zwölf Krankenkassen erheben weiter Zusatzbeitrag

Mittwoch, 05. Januar 2011

Zum Jahresbeginn 2011 gibt es 12 gesetzliche Krankenkassen, die weiterhin einen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten erheben. Vier Kassen schütten dagegen eine Prämie aus.

Die Höhe der Zusatzbeiträge bewegt sich von Kasse zu Kasse unterschiedlich zwischen acht bis maximal 15 Euro. die NOVITAS BKK und die Esso BKK haben den Zusatzbeitrag abgeschafft, bei der GBK Köln ist er durch Fusion weggefallen

Versicherte der DAK, der BKK Gesundheit, der KKH Allianz oder der Deutsche BKK bezahlen weiter acht Euro im Monat. Bei der BKK für Heilberufe werden 10 Euro fällig und Spitzenreiter City BKK verlangt 15 Euro im Monat.

Den umgekehrten Weg einer bedingungslosen Jahresprämie für ihre Versicherten gehen dagegen die BKK A.T.U . , die BKK Wirtschaft und Finanzen und die hkk-Handelskrankenkasse .

Insgesamt sind ca. 8 Mio gesetzlich Versicherte von einem Zusatzbeitrag betroffen. Diese können, wenn sie 18 Monate Mitglied waren, die Mitgliedschaft mit einer Frist von 2 Monaten kündigen und in eine andere Kasse wechseln. So lassen sich leicht über 100 € pro Jahr bei den Gesundheitskosten sparen. Wählt man einen Wahltarif oder weitere Vorteile, kommt man auf eine Ersparnis bis zu 900 Euro.

Weil die City BKK die einzige Kasse ist, die ihren Zusatzbeitrag sogar erhöht hat, haben die Versicherten hier in jedem Fall ein Sonderkündigungsrecht

Grüne wollen Bürgerversicherung – Reformkonzept beim Bundesparteitag angenommen

Montag, 22. November 2010

Auf dem Bundesparteitag der Grünen in Freiburg am 19. November sprachen sich die Delegierten für das Reformkonzept einer Grünen Bürgerversicherung aus.

Damit machen die Grünen die Gesundheitspolitik zum Top-Wahlkampfthema.

Das Reformmodell einer grünen Bürgerversicherung geht weit über das von SPD-Generalsekretärin Nahles kürzlich wieder ins Gespräch gebrachte sozialdemokratische Modell hinaus.  Im Gegensatz zum SPD-Konzept soll die PKV als Vollversicherung tatsächlich abgeschafft werden.

Eine wissenschaftliche Studie der Uni Bremen hatte ergeben, dass mit dem solidarischen Reformkonzept  der Beitragssatz  spürbar sinken könnte. Auf dem Parteitag wurde als Richtwert das Ziel von 12,5 Prozent verlautbart.

Zu den Chancen einer politischen Umsetzung zusammen mit der SPD in einer neugewählten Bundesregierung äußerte sich die grüne Gesundheitssprecherin Birgitt Bender in einem Interview.

Gesundheitsreform 2011 – Was ändert sich für Versicherte ?

Mittwoch, 17. November 2010

Die umstrittene schwarz-gelbe Gesundheitsreform wurde am 11. und 12. November vom Bundestag verabschiedet und kann wie geplant zum Jahreswechsel in Kraft treten.

Das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) und das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG ) regeln die Neurungen im Einzelnen.

Unter anderem ist vorgesehen, dass die Krankenkassen ab 2011 über die Höhe der Zusatzbeiträge frei entscheiden dürfen, um ihren Finanzbedarf zu decken.

Ein Wechsel in die Private Krankenversicherung wird wesentlich erleichtert.

Alle wichtigen Änderungen für Versicherte unter:
http://www.krankenkassenratgeber.de/gesundheitsreform.html

Mehr Geld für die Krankenkassen und höhere Zusatzbeiträge für die Versicherten

Mittwoch, 07. Juli 2010

Nach monatelangen Streit steht die Gesundheitsreform, wobei man sollte lieber Finanzreform sagen, weil der Bereich Gesundheit so gut wie nicht tangiert wurde.

Union und FDP haben sich bei dieser Reform auf folgende Eckpunkte geeinigt:

  • Erhöhung des allgemeinen Krankenkassenbeitrages von 14,9% auf 15,5% (7,3% AG und 8,2% AN)
  • Einfrieren des allgemeinen Krankenkassenbeitrages für Arbeitgeber (dies bedeutet: sollte der allg. Beitrag in Zukunft weiter steigen, geschieht dies nur auf Kosten der Versicherten)
  • Die Deckelung des Zusatzbeitrages auf ein Prozent bzw. 8 Euro fällt weg (dies bedeutet: Krankenkassen können den Umfang der benötigten Mittel in Zukunft selbst bestimmen und als einen festen Eurobetrag vom Versicherten fordern)
  • Einführung eines Sozialausgleiches (das bedeutet: Versicherte welche einen Zusatzbeitrag zahlen müssen, welcher höher wie 2% ihres Monatsbruttos ist, bekommen einen Sozialausgleich)

Die Verlierer dieser Reform sind also mal wieder die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen. So müssen sie ab 2011 nicht nur einen höheren allgemeinen Krankenkassenbeitrag zahlen, sondern müssen auch mit höheren Zusatzbeiträgen rechnen

Zusatzbeiträge in 2010?

Dienstag, 08. Dezember 2009

In den letzten Tagen ist in der Presse zu lesen, dass die gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag erheben müssen. Grund hierfür dürfte nicht das schlechte Wirtschaften der Krankenkassen sein, sondern ehr politischen Kalkül. Ziel der „großen Gesundheitsreform” im letzen Jahr war es das Geld zwischen den gesetzlichen Krankenkassen besser zu verteilen und im gleichen Atemzug den Wettbewerb zu stärken. Über  den ersten Punkt lässt sich mit Sicherheit streiten, ob er erreicht wurde. Was den Wettbewerb angeht kann man wohl ehr von Gleichmacherei reden, da mit dem Einheitsbeitrag eines der wichtigsten Wettbewerbsparameter vom Markt genommen wurde. Im Gegenzug wurde dafür der Zusatzbeitrag (bzw. Prämien) eingeführt, welche jedoch von den Krankenkassen bis dato nur im geringen Umfang Eingesetz wurde. Dies könnte sich im kommenden Jahr ändern, da voraussichtlich einige Krankenkassen mit dem Geld, welches sie aus dem Gesundheitsfonds zugewiesen bekommen nicht auskommen werden. Grund hierfür ist eine politisch gewollte Unterfonanzierung des Fonds um die Krankenkassen zum sparen zu zwingen. So muss der Gesundheitsfonds lediglich (mindestens) 95 Prozent der Kosten aller Krankenkassen decken.

Fest steht zumindest, dass die Krankenkassen den Zusatzbeitrag genauso fürchten wie der Teufel das Weihwasser und alles versuchen dem zu entgehen. Die ersten Maßnahmen, welche man in 2009 sehen konnte, waren „Massenfusionen” zwischen den einzelnen Krankenkassen. Ob dies jedoch die gewünschten Kosteneinsparungen gebracht haben ist noch fraglich.

Liste der Krankenkassenfusionen

Krankengeld für Selbständige (Neuregelung ab August 2009)

Donnerstag, 26. März 2009

Mit Einführung des Gesundheitsfonds wurde das Krankengeld für Selbständige abgeschafft. Im Gegenzug konnten die Krankenkassen einen Krankengeldtarif für Selbständige anbieten. Somit konnten sich die Selbständigen entweder über einen Wahltarif für Krankengeld in der GKV versichern und haben sich somit für 3 Jahre an eine Krankenkasse gebunden oder sie sicherten ihr Krankengeldrisiko über eine zum Teil kostspielige private Zusatzversicherung ab.

Diese Regelung soll ab August 2009 wieder Geschichte sein, da Krankengeld für Selbständige und Freiberufler wieder als Kassenleistung angeboten werden soll. Damit erhält dieser Personenkreis ab dem 43. Krankheitstag wieder Krankengeld und muss im Gegenzug dafür den allgemeinen Betragssatz von momentan 15.5 % (ab dem 01.07.2009 ist der allgemeine Beitragssatz 14,6%) zahlen.

Wahltarife der Krankenkassen

Donnerstag, 05. März 2009

Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ist es den Gesetzlichen Krankenkassen möglich verschiedene Wahltarife anzubieten. Hierbei handelt es sich um:
1. Selbstbehalttarife
2. Beitragsrückerstattungstarife bei Leistungsfreiheit
3. Variable Kostenerstattungstarife
4. Tarife für chronisch Kranke (DMP)
5. Hausarzttarife
6. Krankengeldtarif für Selbständige